abpflastern vernetzt! ging in die zweite Runde – Rückblick auf unser zweites Online-Vernetzungstreffen (15. April 2026)

Am 15. April 2026 haben wir unter dem Motto „2. abpflastern vernetzt!“unser zweites Online-Vernetzungstreffen veranstaltet. Gemeinsam mit Philipp Bunse, der Fachdienstleiter für Stadtentwicklung und Umwelt in der Stadt Emsdetten und Engagierten aus ganz Deutschland haben wir über Erfahrungen mit Abtransport von Pflastersteinen, Herausforderungen und Erfolge rund ums Entsiegeln und Abpflastern gesprochen. Durch das Teilen von Erfahrungen, können Herausforderungen in der Saison neu angegangen werden.
Impuls: Der städtische Pflaster-Laster – die “Containeraktion” in Emsdetten
Die Stadt Emsdetten hat ihr Förderprogramm zur Entsiegelung um eine praxisnahe „Containeraktion“ ergänzt: Bürgerinnen und Bürger können versiegelte Flächen in Eigenleistung zurückbauen, während die Stadt die Organisation der Entsorgung übernimmt. Ziel ist es, Hindernisse zu verringern – insbesondere für kleinere, private Maßnahmen, die sonst häufig an Aufwand und Logistik scheitern.
So funktioniert’s in Emsdetten:
- Niedrigschwelliger Zugang: einfache Anmeldung per E-Mail (Foto + Flächengröße)
- Kommune koordiniert Entsorger, Genehmigungen und Ablauf
- Bereitstellung von Containern (kurzzeitig bis mehrere Wochen) zu klaren, transparenten Kosten
- Keine Vorgaben für die Nachgestaltung → maximale Flexibilität
Erkenntnisse für andere Kommunen:
- Umsetzung erleichtern ist oft wirksamer als reine Förderung
- Bürokratie stark reduzieren, Prozesse vereinfachen
- Kommune als aktive Koordinationsstelle einbinden
- Kleine Maßnahmen gezielt ermöglichen → hohe Beteiligung
- Klare Kommunikation und einfache Angebote steigern Reichweite und Wirkung
Gemeinsamer Austausch
Noch während und nach dem wertvollen Impuls der Stadt Emsdetten hat sich eine rege Diskussion entwickelt. Dabei konnten wir folgende Herausforderungen indentifizieren:
- Nicht jede Kommune ist motiviert – wie kommt man weiter?
- Behördengänge sind oft mühselig und langwirig
- Förderungen sind nicht transparent / erreichen die Menschen nicht
- Flächen finden gestaltet sich oft als schwierig
Außerdem wünscht sich die abpflastern-Community Folgendes:
- Widerbelebung und Neu-Strukturierung des Vernetzung-Miro-Boards aus dem letzten Jahr (wir nehmen uns das zu Herzen und versuchen diesem Wunsch nachzukommen)
Was wir gelernt haben
Der rege Austausch zwischen allen Anwesenden hat nicht nur Herausforderungen sichtbar gemacht, sondern auch direkt Lösungen für diese angeregt. Selbstverständlich gibt es selten eine Pauschallösung. Dennoch helfen die Erfahrungen, um voranzukommen:
- Mitarbeit der Stadt/Kommune, hilft den Wettbewerb zu skalieren
- Motivation der Städte/Kommunen schwankt stark
- Vernetzung und Beharrlichkeit helfen voran zu kommen
- Kooperationen mit Organisationen, Schulen, Baumärkten etc. können sehr wertvoll sein
- Ansprechpartnerin / Verbündeten in der Kommune/Stadt identifizieren → Am besten den/die Nachhaltigkeitsbeauftragte*n
Ausblick: So geht es durch die Saison 2026
Nach unserem Austausch zu momentanen abpflastern-Herausforderungen und der Rolle, die eure Stadt/Kommune dabei einnehmen kann, möchten wir euch weitere Räume zum Vernetzen bieten. Wir planen ein monatliches Online-Format, indem wir zusammenkommen können. Wir halten euch hier und auf Social Media auf dem Laufenden. Aktuelle Termine findet ihr hier.
Unser Ziel bleibt klar: Mehr Grün, weniger Versiegelung – und Städte, die lebenswerter und klimaresilienter werden.
Danke für euer Engagement
Vielen Dank an alle, die dabei waren, ihre Erfahrungen geteilt und Fragen eingebracht haben. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an die Stadt Emsdetten und Philipp Bunse, für den spontanen und spannenden Impuls.
Präsentationen zum Download
Die vollständige PowerPoint-Präsentationen (von Philipp Bunse, Stadt Emsdetten und vom abpflastern-Team) mit allen Inhalten, Informationen und weiterführenden Links findet ihr hier:
abpflastern vernetzt! – Rückblick auf unser erstes Online-Vernetzungstreffen (12. Februar 2026)

Am 12. Februar 2026 haben wir unter dem Motto „abpflastern vernetzt!“ unser erstes Online-Vernetzungstreffen veranstaltet. Gemeinsam mit Engagierten aus ganz Deutschland haben wir über Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolge rund ums Entsiegeln und Abpflastern gesprochen. Ziel war es, voneinander zu lernen und mit frischen Ideen in die nächste Saison zu starten.
Warum Vernetzung für uns so wichtig ist
abpflastern lebt vom Austausch. Viele Menschen – ob privat engagiert, in Initiativen, Schulen oder Vereinen – möchten Flächen entsiegeln. Oft stellen sich dabei ganz praktische Fragen: Wie fängt man an? Was ist zu beachten? Und wie geht man mit Hindernissen um?
Genau dafür haben wir diesen Raum geöffnet. Im Mittelpunkt standen:
- praktische Fragen zur Entsiegelung
- Einblicke in laufende Projekte
- konkrete Tipps für die Umsetzung vor Ort
- Austausch zu Finanzierung, Verbündeten und kreativen Ideen
- Vernetzung unter Engagierten
Dabei ging es vor allem um eines: einfach anfangen, ausprobieren und gemeinsam gestalten. Lernen passiert beim Machen.
Erfahrungsbericht: „Jugend pflastert ab“
Ein besonderer Programmpunkt war der Erfahrungsbericht von „Jugend pflastert ab“. Das Projekt macht deutlich, dass Engagement keine Altersgrenze kennt: Die Initiative entstand aus der Idee eines 14-Jährigen und wird gemeinsam mit Unterstützenden umgesetzt.
Spannend war vor allem der Blick auf mögliche Einsatzorte:
- Kitas und Schulen
- Jugendzentren
- Sportvereine
- Kirchengruppen
- Nachbarschaftsprojekte
Die zentrale Erkenntnis: Entsiegelung kann überall stattfinden – überall dort, wo Menschen gemeinsam ins Handeln kommen.
Austausch in Kleingruppen: voneinander lernen
In Breakout-Sessions haben wir einzelne Themen vertieft, unter anderem:
- praktische Fragen zum Abpflastern
- technische Fragen zur Wettbewerbsplattform
- Netzwerke und Kooperationen
- finanzielle Fördermöglichkeiten
- kreative Aktionsideen
Viele Teilnehmende haben betont, wie wertvoll der direkte Austausch ist. Oft entstehen die besten Lösungen im Gespräch – wenn Erfahrungen geteilt und Perspektiven zusammengebracht werden.
Ausblick: So geht es 2026 weiter
Das Vernetzungstreffen war zugleich der Auftakt für die kommende Saison. Auch 2026 gilt: Lasst uns Pflaster abreißen.
- Zeitraum: 21.03. – 31.10.2026
- Mitmachen kann jede*r – ohne Anmeldung
- Abgepflasterte Flächen oder Steine eintragen
- Vorher-/Nachher-Fotos hochladen
- Monatliche Auszeichnung als „Star des Monats“
- Preisverleihung im November 2026
Unser Ziel bleibt klar: Mehr Grün, weniger Versiegelung – und Städte, die lebenswerter und klimaresilienter werden.
Was wir gelernt haben
In der Rückschau auf die bisherige Entwicklung von abpflastern wurden zentrale Erfahrungen deutlich:
- Einfach anfangen.
- Fehler gehören dazu.
- Lernen passiert im Tun.
- Das Interesse an gesellschaftlicher Gestaltung ist groß.
Diese Haltung wollen wir auch 2026 weitertragen – durch Austausch, Sichtbarkeit und gemeinsames Handeln.
Danke für euer Engagement
Vielen Dank an alle, die dabei waren, ihre Erfahrungen geteilt und Fragen eingebracht haben. Das Treffen hat gezeigt: Die abpflastern-Community wächst – und mit ihr die Bereitschaft, Verantwortung für unsere Städte zu übernehmen.
Präsentation zum Download
Die vollständige PowerPoint-Präsentation mit allen Inhalten, Informationen und weiterführenden Links findet ihr hier: