Weil in der Vergangenheit der Wunsch aufkam, haben wir unser Vernetzungs-miro-board wieder zum Leben erweckt. schaut gerne vorbei und tragt euch ein!

Rückblick: 4. abpflastern vernetzt! – mit Studierenden der FH Münster (17. Juni 2026)

Beim 4. Treffen von abpflastern vernetzt! Am 17. Juni 2026 haben uns Sarah, Robin, Jana, Marie und Philip von der FH Münster besucht. Im Rahmen eines Semesterprojektes ihres Studiums Nachhaltige Transformationsgestaltung haben Sie, unterstützt von weiteren Studierenden, eine Fläche von 70m2 am Campus Münster abgepflastert. Eine weitere Fläche am Campus Steinfurt folgt.  
 

Warum wurde abgepflastert? 

Das Klimaschutzmanagement der FH Münster hat sich zur Aufgabe gesetzt Flächen zu entsiegeln und die Biodiversität zu schützen. Die Studierenden haben es sich zur Aufgabe gemacht dies innerhalb eines partizipativen Bildungsprojektes umzusetzen. Anstelle von Parkplätzen und einer Pflasterfläche sollen nun Staudenwiesen gepflanzt werden. 

Wie ist das Projekt abgelaufen?

In der ersten Projektphase hat das Team Standortbegehungen mit dem Gebäudemanagement und den Ligenschaftskoordinator*innen durchgeführt. Nach einem längeren Prozess wurden 2 Flächen bestimmt, Juhu! Anschließend folgte eine Planungsphase zur Umgestaltung der Flächen. Mit dem Gebäude- und Klimaschutzmanagement, sowie Garten- und Landschaftsbauer*innen wurden Fragen wie z.B.:  Wohin mit den Steinen? Wie verdichtet ist der Boden? Was braucht es für Boden? Was soll gepflanzt werden? geklärt. Am 08.& 17.06 wurde dann am Campus Münster abgepflastert! Der Aktionstag am Campus Steinfurt findet am 23.06. Statt. Das Team hat mit dem Klimaschutzmanagement entschieden die Bepflanzung von Expert*innen durchführen zulassen und ein Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen beauftragt. Aufgrund der Hitze wird damit erst im Herbst losgelegt.  

Best Practices

  • Vielfältige Werbung für abpflaster-Aktion:  
    • Flyer, Sticker nutzen 
    • Kanäle der Einrichtung bespielen 
    • Fachschaften und Dezernate ansprechen 
    • Umfrage zur Flächengestaltung 
    • Aufsehen erregen 
  • Budget des Klimaschutzmanagements der Hochschule nutzen:
    • Bestellung von Containern und Boden
    • Bezahlung der Garten- und Landschaftsbauer*innen
  • Verstetigung erzielen:
    • Die Studierenden des Projektteams erstellen einen Leitfaden zum abpflastern an Hochschulen!
      • zukünftig auch auf unserer Website zu finden
    • Aufnahme des Projektes in Agenda des Klimaschutzmanagements 
    • Perspektive: Hochschulwettbewerb! 

Präsentationen zum Download 

Memes aus Münster zum Download

Rückblick: 3. abpflastern vernetzt! – mit Benjamin Böhm von der Eduard-Mörike-Grundschule Ulm (20. Mai 2026)

Weil in der Vergangenheit der Wunsch aufkam, haben wir unser Vernetzungs-miro-board wieder zum Leben erweckt. schaut gerne vorbei und tragt euch ein!

Beim 3. Treffen von abpflastern vernetzt! am 20. Mai 2026 durften wir mit Benjamin Böhm, dem Schulleiter, die Eduard-Mörike-Grundschule in Ulm kennenlernen. Gemeinsam haben wir auf ein Projekt geschaut, bei dem eine kleine asphaltierte Fläche von 9 m² entsiegelt und in einen zukünftigen Aufenthaltsort für Kinder verwandelt wurde.

Warum wurde abgepflastert?

Im Sommer heizt sich der Pausenhof stark auf, Schattenplätze sind rar. Ziel des Projekts war es, einen Ort zu schaffen, an dem Kinder sich begegnen, sitzen und künftig unter natürlichem Schatten aufhalten können. Nach einer unkomplizierten Abstimmung mit der Stadt und der Zusage des Fördervereins, die Kosten zu übernehmen, konnte die Umsetzung starten.

Mit Unterstützung des Hausmeisters Herrn Krätschmer, Herrn Kutzner sowie der Firmen Boels Mietgeräte, Mulj-Anhängerverleih und NG Tiefbau wurde die Asphaltfläche vollständig entfernt.

Was hat das Projekt gekostet?

Die Erfahrungen aus Ulm zeigen, dass Entsiegelungsprojekte oft günstiger umsetzbar sind, als viele zunächst vermuten.

  • Gesamtkosten Entsiegelung: ca. 4.000 €
  • Förderverein übernahm die Finanzierung
  • Unterstützung durch lokale Unternehmen reduzierte Kosten für Maschinen und Logistik

Besonders hilfreich war außerdem die Förderung über das Kultusministerium Baden-Württemberg, die Schulträgern Mittel für klimaangepasste Schulhöfe zur Verfügung stellt.

Wichtigstes Learning

Ein zentrales Thema unseres Vernetzungstreffens war die Frage nach dem passenden Gerät.

Das Fazit der Beteiligten:

Für asphaltierte Flächen lohnt es sich, direkt ausreichend große Maschinen einzuplanen.

Im Nachhinein hätte ein 2,5-Tonnen-Bagger in Kombination mit einem 7,5-Tonnen-LKW mit Kippfunktion die Arbeiten deutlich erleichtert. Mit kleinerem Gerät war die Umsetzung zwar möglich, aber wesentlich aufwendiger.

Weitere Erkenntnisse aus dem Austausch

  • Frühzeitig Vorgaben und Anforderungen des Schulträgers klären
  • Baumschutz auf Baustellen berücksichtigen
  • Kinder während der großen Bauarbeiten aus Sicherheitsgründen nicht direkt auf der Baustelle einsetzen
  • Eltern und Schulgemeinschaft früh einbinden
  • Lokale Unternehmen und Initiativen aktiv ansprechen – Unterstützung kommt oft schneller als erwartet

Ihr findet das ganze auch auf unserem Vernetungs-miro-board:

Warum solche Treffen wichtig sind

Das Besondere an abpflastern vernetzt! ist nicht nur die Vorstellung erfolgreicher Projekte, sondern vor allem der ehrliche Austausch über Herausforderungen, Fehler und praktische Erfahrungen.

Jedes Projekt liefert wertvolles Wissen für die nächsten Entsiegelungsaktionen – und genau dadurch wird Abpflastern immer einfacher.

Vielen Dank an die Eduard-Mörike-Grundschule Ulm für die Einblicke und die Bereitschaft, ihre Erfahrungen mit der Community zu teilen. 💜

Präsentation zum Download

Die vollständige PowerPoint-Präsentation mit allen Inhalten, Informationen und weiterführenden Links findet ihr hier:

abpflastern vernetzt! ging in die zweite Runde – Rückblick auf unser zweites Online-Vernetzungstreffen (15. April 2026)

Am 15. April 2026 haben wir unter dem Motto „2. abpflastern vernetzt!“unser zweites Online-Vernetzungstreffen veranstaltet. Gemeinsam mit Philipp Bunse, der Fachdienstleiter für Stadtentwicklung und Umwelt in der Stadt Emsdetten und Engagierten aus ganz Deutschland, haben wir über Erfahrungen mit Abtransport von Pflastersteinen, Herausforderungen und Erfolge rund ums Entsiegeln und Abpflastern gesprochen. Durch das Teilen von Erfahrungen, können Herausforderungen in der Saison neu angegangen werden.

Impuls: Der städtische Pflaster-Laster – die “Containeraktion” in Emsdetten

Die Stadt Emsdetten hat ihr Förderprogramm zur Entsiegelung um eine praxisnahe „Containeraktion“ ergänzt: Bürgerinnen und Bürger können versiegelte Flächen in Eigenleistung zurückbauen, während die Stadt die Organisation der Entsorgung übernimmt. Ziel ist es, Hindernisse zu verringern – insbesondere für kleinere, private Maßnahmen, die sonst häufig an Aufwand und Logistik scheitern.

So funktioniert’s in Emsdetten:

  • Niedrigschwelliger Zugang: einfache Anmeldung per E-Mail (Foto + Flächengröße)
  • Kommune koordiniert Entsorger, Genehmigungen und Ablauf
  • Bereitstellung von Containern (kurzzeitig bis mehrere Wochen) zu klaren, transparenten Kosten
  • Keine Vorgaben für die Nachgestaltung → maximale Flexibilität

Erkenntnisse für andere Kommunen:

  • Umsetzung erleichtern ist oft wirksamer als reine Förderung
  • Bürokratie stark reduzieren, Prozesse vereinfachen
  • Kommune als aktive Koordinationsstelle einbinden
  • Kleine Maßnahmen gezielt ermöglichen → hohe Beteiligung
  • Klare Kommunikation und einfache Angebote steigern Reichweite und Wirkung

Gemeinsamer Austausch

Noch während und nach dem wertvollen Impuls der Stadt Emsdetten hat sich eine rege Diskussion entwickelt. Dabei konnten wir folgende Herausforderungen indentifizieren:

  • Nicht jede Kommune ist motiviert – wie kommt man weiter?
  • Behördengänge sind oft mühselig und langwirig
  • Förderungen sind nicht transparent / erreichen die Menschen nicht
  • Flächen finden gestaltet sich oft als schwierig

Außerdem wünscht sich die abpflastern-Community Folgendes:

  • Widerbelebung und Neu-Strukturierung des Vernetzung-Miro-Boards aus dem letzten Jahr (wir nehmen uns das zu Herzen und versuchen diesem Wunsch nachzukommen)

Was wir gelernt haben

Der rege Austausch zwischen allen Anwesenden hat nicht nur Herausforderungen sichtbar gemacht, sondern auch direkt Lösungen für diese angeregt. Selbstverständlich gibt es selten eine Pauschallösung. Dennoch helfen die Erfahrungen, um voranzukommen:

  • Mitarbeit der Stadt/Kommune, hilft den Wettbewerb zu skalieren
  • Motivation der Städte/Kommunen schwankt stark
  • Vernetzung und Beharrlichkeit helfen voran zu kommen
  • Kooperationen mit Organisationen, Schulen, Baumärkten etc. können sehr wertvoll sein
  • Ansprechpartnerin / Verbündeten in der Kommune/Stadt identifizieren → Am besten den/die Nachhaltigkeitsbeauftragte*n

Ausblick: So geht es durch die Saison 2026

Nach unserem Austausch zu momentanen abpflastern-Herausforderungen und der Rolle, die eure Stadt/Kommune dabei einnehmen kann, möchten wir euch weitere Räume zum Vernetzen bieten. Wir planen ein monatliches Online-Format, indem wir zusammenkommen können. Wir halten euch hier und auf Social Media auf dem Laufenden. Aktuelle Termine findet ihr hier.

Unser Ziel bleibt klar: Mehr Grün, weniger Versiegelung – und Städte, die lebenswerter und klimaresilienter werden.

Danke für euer Engagement

Vielen Dank an alle, die dabei waren, ihre Erfahrungen geteilt und Fragen eingebracht haben. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an die Stadt Emsdetten und Philipp Bunse, für den spontanen und spannenden Impuls.

Präsentationen zum Download

Die vollständige PowerPoint-Präsentationen (von Philipp Bunse, Stadt Emsdetten und vom abpflastern-Team) mit allen Inhalten, Informationen und weiterführenden Links findet ihr hier:

abpflastern vernetzt! – Rückblick auf unser erstes Online-Vernetzungstreffen (12. Februar 2026)

Am 12. Februar 2026 haben wir unter dem Motto „abpflastern vernetzt!“ unser erstes Online-Vernetzungstreffen veranstaltet. Gemeinsam mit Engagierten aus ganz Deutschland haben wir über Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolge rund ums Entsiegeln und Abpflastern gesprochen. Ziel war es, voneinander zu lernen und mit frischen Ideen in die nächste Saison zu starten.

Warum Vernetzung für uns so wichtig ist

abpflastern lebt vom Austausch. Viele Menschen – ob privat engagiert, in Initiativen, Schulen oder Vereinen – möchten Flächen entsiegeln. Oft stellen sich dabei ganz praktische Fragen: Wie fängt man an? Was ist zu beachten? Und wie geht man mit Hindernissen um?

Genau dafür haben wir diesen Raum geöffnet. Im Mittelpunkt standen:

  • praktische Fragen zur Entsiegelung
  • Einblicke in laufende Projekte
  • konkrete Tipps für die Umsetzung vor Ort
  • Austausch zu Finanzierung, Verbündeten und kreativen Ideen
  • Vernetzung unter Engagierten

Dabei ging es vor allem um eines: einfach anfangen, ausprobieren und gemeinsam gestalten. Lernen passiert beim Machen.

Erfahrungsbericht: „Jugend pflastert ab“

Ein besonderer Programmpunkt war der Erfahrungsbericht von „Jugend pflastert ab“. Das Projekt macht deutlich, dass Engagement keine Altersgrenze kennt: Die Initiative entstand aus der Idee eines 14-Jährigen und wird gemeinsam mit Unterstützenden umgesetzt.

Spannend war vor allem der Blick auf mögliche Einsatzorte:

  • Kitas und Schulen
  • Jugendzentren
  • Sportvereine
  • Kirchengruppen
  • Nachbarschaftsprojekte

Die zentrale Erkenntnis: Entsiegelung kann überall stattfinden – überall dort, wo Menschen gemeinsam ins Handeln kommen.

Austausch in Kleingruppen: voneinander lernen

In Breakout-Sessions haben wir einzelne Themen vertieft, unter anderem:

  • praktische Fragen zum Abpflastern
  • technische Fragen zur Wettbewerbsplattform
  • Netzwerke und Kooperationen
  • finanzielle Fördermöglichkeiten
  • kreative Aktionsideen

Viele Teilnehmende haben betont, wie wertvoll der direkte Austausch ist. Oft entstehen die besten Lösungen im Gespräch – wenn Erfahrungen geteilt und Perspektiven zusammengebracht werden.

Ausblick: So geht es 2026 weiter

Das Vernetzungstreffen war zugleich der Auftakt für die kommende Saison. Auch 2026 gilt: Lasst uns Pflaster abreißen.

  • Zeitraum: 21.03. – 31.10.2026
  • Mitmachen kann jede*r – ohne Anmeldung
  • Abgepflasterte Flächen oder Steine eintragen
  • Vorher-/Nachher-Fotos hochladen
  • Monatliche Auszeichnung als „Star des Monats“
  • Preisverleihung im November 2026

Unser Ziel bleibt klar: Mehr Grün, weniger Versiegelung – und Städte, die lebenswerter und klimaresilienter werden.

Was wir gelernt haben

In der Rückschau auf die bisherige Entwicklung von abpflastern wurden zentrale Erfahrungen deutlich:

  • Einfach anfangen.
  • Fehler gehören dazu.
  • Lernen passiert im Tun.
  • Das Interesse an gesellschaftlicher Gestaltung ist groß.

Diese Haltung wollen wir auch 2026 weitertragen – durch Austausch, Sichtbarkeit und gemeinsames Handeln.

Danke für euer Engagement

Vielen Dank an alle, die dabei waren, ihre Erfahrungen geteilt und Fragen eingebracht haben. Das Treffen hat gezeigt: Die abpflastern-Community wächst – und mit ihr die Bereitschaft, Verantwortung für unsere Städte zu übernehmen.

Präsentation zum Download

Die vollständige PowerPoint-Präsentation mit allen Inhalten, Informationen und weiterführenden Links findet ihr hier:

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